Ausflug zum Lehrbienenstand am 20. Juni 2015

Glück mit dem Wetter hatten wir an diesem Samstag schon mal! Es war zwar kein perfekter Sonnenscheintag, aber immerhin gab es nur einen kurzen Schauer zum Start unseres Ausflugs am Kletterzentrum, den wir getrost innen abwarten konnten, nachdem es die ganze Woche Regenwetter gegeben hatte und wir schon befürchtet hatten, dass unser Ausflug – im wahrsten Sinne des Wortes -ins Wasser fällt. Mit den Fahrrädern ging es in einer kleinen, überschaubaren Gruppe über den Uniradweg zum Lindenhof. Dort zeigte uns mein Vater, ein Hobbyimker mit Leib und Seele, zuerst die Bienen im Schaukasten und siehe da! Wir haben sogar die Königin gefunden und eine Weiselzelle (darin zieht das Bienenvolk eine neue Königin heran; gefällt dem Imker allerdings nicht so, da er seine gut gezüchtete alte Königin so verliert, die dann mit ganz vielen anderen Bienen ausschwärmt) entdeckt. In dem Getümmel von Arbeiterinnen übrigens gar nicht so leicht.

DCIM100GOPROAnschließend zogen wir uns alle Imkeranzüge an. Wir sahen aus, als wollten wir eine Expedition zum Mond starten und dann ging es zu einem Volk im Bienenhaus, das wir uns mal genauer anschauen konnten. Zuerst musste der Stock dafür aber geöffnet und der Rauchapparat befeuert werden. Wenn man genau hingesehen hat, sah man die kleinen Stifte und Larven der Bienen in den Zellen, und das Gewerkel der Bienen. Danach wurde Honig direkt aus der Wabe geschlotzt und wir haben eine Brotzeit mit selbstgeschmierten Honigbroten eingelegt, in der mein Vater so viel gelöchert werden durfte, wie uns nur eingefallen ist. Oder wisst ihr wozu der Schwänzeltanz da ist und wie er funktioniert? Welche Aufgaben eine Arbeiterin im Laufe ihres Lebens durchläuft oder wie viele Bienen ein Volk haben kann? (Starke Völker bis zu 80 000 Bienen!). Ein Drohn (männliche Biene) sticht übrigens nicht, da er keinen Stachel hat und die Drohnen werden im Herbst aus dem Volk geschmissen, da sie sonst nur das ganze Futter wegfressen würde, was für die Arbeiterinnen und die Königin wichtiger ist. Was ja sowieso jeder weiß und gleichzeitig die wichtigste Aufgabe der Bienen ist, ist das Bestäuben von Nutzpflanzen, Blumen und Bäumen.

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Die kleinen Summer sind kleine und fleißige Natur-und Landschaftsschützer, die gleichzeitig noch einen leckeren süßen Brotaufstrich produzieren. Nachdem sich dann jeder noch ein paar kleine Stücke Waben mit Honig für daheim eingepackt hat und uns keine Fragen mehr eingefallen sind, haben wir dann das Gelände des Lindenhofs noch ein wenig erkundet, verstecken gespielt, sind über Brücken und Steine eines kleines Bachs balanciert und so weit gesprungen wie ein Rotfuchs oder ein Reh oder haben die Schaukel und das Spinnennetz ausprobiert. Und dann war es auch schon wieder Zeit mit dem Rad zurück zum Kletterzentrum zu fahren…Wo die Kinder schon von den Eltern erwartet wurden und stolz die mitgebrachten Honigwaben zeigten und sicherlich so einiges zu erzählen hatten. Natürlich kamen auch Fragen, wie: Können wir nicht noch ein wenig länger bleiben oder wann anders nochmal zum Lindenhof? Bei Gelegenheit werden wir sowas sicher nochmal wiederholen und übrigens könnt ihr mit euren Eltern oder Oma und Opa während der Öffnungszeiten auch so mal wieder am Lindenhof vorbeischauen 😉